Hochsensibilität und die derzeitige Krise - was tun?

Aktualisiert: 25. März 2021



Hochsensibilität und die derzeitige Krise – was tun?

Herausfordernde Energien bringen uns Hochsensible ohnehin schneller an unsere Grenzen, weil wir mehr und differenzierter wahrnehmen als andere. Und nun potenzieren sich auch noch diese Energien und wir alle sind in diesen heftigen energetischen Zeiten enorm gefordert. Wie können wir uns nun halbwegs durch diese herausfordernden Zeiten navigieren, wo Kontakte eingeschränkt werden, wir uns nicht mehr mit all jenen lieben Menschen für Gespräche oder Energiebehandlungen treffen dürfen, wie es früher der Fall war und die Isolation um sich greift? Resilienz ist mehr gefragt denn je zuvor.

Doch Resilienz wofür? Mit all meinen Kräften mich gegen die Situation stemmen? Die verschiedenen Systeme mit Energien nähren? Noch resistenter gegen die Widrigkeiten des Lebens werden? NEIN! Genau das Gegenteil ist der Fall.


Beende den Kampf ….

gegen die Verordnungen, gegen die Wut in dir, gegen die Trauer, gegen die Einsamkeit, die Isolation und gegen das Leben an sich. Lass los von deinen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat und versuche jeden Tag aufs Neue mit all seinen Herausforderungen anzunehmen. Im Kampf erschöpfen wir uns noch mehr, im Annehmen lassen wir zu und lassen wir los.


Diversität an Emotionen zulassen

Wir alle sind nun mit starken Emotionen, wie Wut, Trauer, Ohnmacht oder Aggression konfrontiert. Geben wir diesen Emotionen Raum, kann sich unser Energiesystem reinigen. Um beispielsweise seiner Wut freien Lauf zu lassen, können wir Sport betreiben, beim Autofahren lauthals schreien, stampfen, tanzen oder im Garten arbeiten. Unsere Emotionen in den körperlichen Ausdruck zu bringen, ist eine gute Möglichkeit, um sich zu befreien. Ausdruckstanz ist beispielsweise etwas Wunderbares. Dazu brauche ich keine Ausbildung, nur eine passende Musik, in welcher ich mich ausdrücke, sei es die Wut, die Trauer oder auch die Freude. Trommeln ist auch eine gute Sache bei überkochenden Emotionen. Wer einen Boxsack zuhause hängen hat, der kann sich hier verausgaben😊 Generell eignen sich alle Arten von Kreativität, um seine Emotionen ins Fließen zu bringen. Sei es das Malen eines Bildes, Gartenarbeit, tanzen, schreiben, kochen, etc. Wer weiß, vielleicht ist die derzeitige Krise ein Turbowaschprogramm im Herauswaschen alter Emotionen?


Dosierte Informationen

Es ist kein guter Rat für Hochsensible, sich im Moment zu sehr mit all den Informationen zu beschäftigen, die über verschiedenste Kanäle auf uns hereinströmen. Zu viele Energien prasseln auf uns ein, und die ohnehin schon schwierige Abgrenzung zu anderen Menschen und Informationen wird nun umso mehr auf die Probe gestellt. Dosiere lieber deine Informationen und gönne dir mehr Zeit in der Stille, für die Regeneration. Lebst du ohnehin schon lange Zeit ohne großartige menschliche Kontakte, sind auch hier die Negativinformationen nicht das Mittel der Wahl, um aus seiner seit langer Zeit geschaffenen Isolation auszubrechen. Weiter unten im Artikel findest du Möglichkeiten, wie du aus dieser selbst kreierten Quarantäne (ja, interessant, Hochsensible leben oftmals schon seit Jahren in Quarantäne; ihnen ist die derzeitige Situation nichts Neues) ausbrechen kannst.


Den Körper spüren

Hochsensible neigen dazu, sich eher wenig zu bewegen und mögen oftmals Körperarbeit nicht so gerne. Das Beste ist natürlich in die Natur zu gehen, eine der schönsten Arten, seinen Körper wieder wahrzunehmen. Wer kein Sportsass ist, der könnte jeden Tag für ca. 5 – 10 Minuten einfache Yoga-Übungen machen. Achtsames Atmen in Verbindung mit unserem Körper lässt uns in die Balance komme. So können die Sinne, welche bei Hochsensiblen oftmals stark im Außen sind, zurückgezogen werden. Atmen beruhigt unser Nervensystem und unsere Gefühle, wenn es bewusst durchgeführt wird. Ich empfehle hier die klassische Pranayama-Atemübung. Um den Körper und damit angestaute Anspannungen in Bewegung zu bringen, helfen ganz besonders fließende Yoga-Bewegungen. Übungen, wo statisch eine Position gehalten wird, empfinden Hochsensible nicht so angenehm, hier wird die Anspannung eher verstärkt, als aufgelöst. Vinyasa-Flow-Yoga hat sich bei vielen HSP als sehr hilfreich herausgestellt. Mittels fließenden Bewegungen, dem Einklang von Atem und Bewegung entsteht eine meditative Wirkung, der Körper entspannt sich in der Bewegung und der Geist kommt zur Ruhe.


Stille, Natur, Stille – oder Kontakt als Lebenselexier?

Genau so, wie wir als Hochsensible zur Zeit stark gefordert sind, können wir auch vom Positiven profitieren: von der Schönheit der Natur, dem Zusammensein mit einem geliebten Menschen oder den Tieren. Konzentrierst du dich mehr auf die Glücksmomente, auch wenn es nur Kleinigkeiten, wie ein selbst gekochtes Essen oder das Streicheln deiner Katze sind, so wirst du diese Momente verstärkt erleben.

Natur ist heilsam, sei es das Spazieren im Wald, das Verweilen bei einem Baum oder, falls möglich, das Sitzen im schön angelegten Garten oder auf deinem Balkon.

Hochsensible brauchen in der jetzigen Krisenzeit erfahrungsgemäß mehr Ruhe und Stille, mehr Auszeiten, mehr Rückzug. Wenn es im engeren Lebensumfeld keine Möglichkeit dieser Stille gibt, so kann ein ausgedehnter Spaziergang im Wald wahre Wunder wirken, um das Nervensystem wieder zu beruhigen.

Doch was ist mit all den hochsensiblen Menschen, die jetzt in Isolation gezwungen werden und ohnehin immer schon enorm viel Zeit in der Ruhe und Stille waren? Hier ist das Alleinsein natürlich nicht heilsam. Auch wenn hochsensible Menschen gerne im Rückzug leben und diese Zeit auch brauchen, um sich zu regenerieren bzw. zu verarbeiten, so kann zu viel Isolation krank machen und in Depression führen.

Halte hier Ausschau nach HSP-Vernetzungstreffen, die zur Zeit zumeist online stattfinden. Auf meiner Homepage findest du ebenfalls eine Plattform, wo wir uns online austauschen. Hier kannst du Kontakte knüpfen, dich über Themen unterhalten, die dich interessieren und auch Hilfestellungen erhalten, wie andere mit der derzeitigen Situation umgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du hier Gleichgesinnte triffst, ist sehr hoch.

Es ist eine Frage des Fokus: Ziehst du dich in dein Schneckenhaus zurück und gehst in dein Alter Muster „mich mag sowieso niemand“, oder traust du dich, einen neuen Weg zu gehen? Bist du mutig und schaust zumindest einmal kurz bei so einem Treffen vorbei? Oder sagst du, „das ist nichts für mich“. Die Hand wird dir bei so einem Treffen sicherlich gereicht, nur den ersten Schritt musst du selbst wagen.

Es ist alles da! Du musst nur den Mut aufbringen, es anzunehmen!


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